Der Heilige Paisios und die Türkei

Δευτέρα, 25 Ιουλίου 2016

Der Heilige Paisios und die Türkei


Eine Gruppe gläubiger orthodoxen (griechischen) Christen erwarten schon mit großer Ungeduld und Leidenschaft, wann die Worte des Heiligen Paisios war werden und sie wieder Konstantinopel (DIE Stadt) zurückerhalten. Diesem schließen sich auch eine Gruppe Gläubiger aus dem Umfeld an (d.h. diejenigen, die sich ausschließlich mit den Prophezeiungen der Heiligen beschäftigen und nicht mit dem Wesentlichen des Glaubens). Jedes Mal, wenn in dem Nachbarland eine unangenehme Entwicklung zu beobachten ist, kehren sich deren Hoffnungen um und sie beginnen ebenfalls zu prophezeien. Jede Katastrophe, Tötungen und Unruhen in der Türkei versetzen sie in eine absurde Begeisterung. Leider werden ihre Hoffnungen dann wieder enttäuscht und sie warten von neuem den nächsten Tatbestand ab.
Die Worte des Heiligen Paisios, einem Menschen mit Logik und Gottesfurcht, der den gesamten römischen  Reichtum des orthodoxen Ostens in sich trug,           sollten nicht so kleinherzig und falsch gelesen werden. Wir erwähnen hier einige Punkte, die unserer Meinung nach bemerkenswert sind
1 Die Türkei Erdogans, welche die Moral eines jeden gesunden Menschen respektiert, hat sich um den Präsidenten als Symbol gruppiert, der die Traditionen seines Volkes unterstützt. Diese Traditionen haben wir zum Gefallen des Westens verneint.
2 Es wurden bisher ganze Bände von Büchern über die Worte und die Ratschläge des Heiligen Paisios geschrieben. Einige nur sehr wenige Seiten berichten über DIE Stadt. Alle übrigen tausenden von Seiten betreffen das Leben des Christen. Es ist wohl offensichtlich, dass derjenige, welcher sich nicht an seine tausenden von geistlichen Ermahnungen hält, die Dinge DER Stadt nicht richtig erfassen kann. In Bezug zu den Massakern, die in der Türkei tatsächlich von dem Heiligen vorhergesagt wurden, gibt es eine Abweichung in der Betrachtungsweise. Er hat die Dinge ohne Leidenschaft dargestellt, so wie er es in seinem <geistlichen Fernseher> gesehen hat. Die heutigen Neugriechen aber setzen ihre Leidenschaften voran und verlangen ihr Blut zurück. Und noch viel schlimmer, sie verbessern nicht einmal eine ihrer Leidenschaften und Sünden, so wie es der alte Weise empfohlen hatte, sie wollen nur Land und Volk besetzen und sehen, wie Blut vergossen wird. Das führt natürlich zur Entstellung des Evangeliums und aus diesem Grund wird sich  das <Ersehnte> nicht nur verzögern, sondern die Verantwortlichen, welche sich an solchen Begehrungen aufreizen,  werden sich vor dem Angesicht Gottes wiederfinden.

3 Gott gibt uns Versprechungen aber er lässt sich nicht verpflichten, er unterwirft sich keiner Notwendigkeit. Wenn der Zweck, zu dem die Versprechungen von Gott gegeben wurde, nicht vom Menschen akzeptiert wird, ändert Gott seinen Willen.
Beispiel:  Gott hat das israelische Volk durch Moses aufgerufen Ägypten zu verlassen und ins Land der Verheißung zu ziehen. Aber letztlich trafen nur fünf Menschen von denjenigen, die aufgrund der Verheißung loszogen, im Land der Verheißung ein- aufgrund ihrer Sünden. Ist die Prophezeiung widerlegt? Natürlich nicht. Die Prophezeiung erfüllte sich bei deren Kindern.


4 Wann sich die Prophezeiungen das Heiligen Paisios erfüllen bleibt nur im Wissen Gottes. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das griechische Volk in der Mehrheit den wahren Gott verlassen hat und jegliche Form von Sünde anbetet. Wenn wir in diesem Moment DIE Stadt einnehmen würden, würde dies die größte Katastrophe aller Jahrhunderte bedeuten. Die Vision eines orthodox-christlichen Reiches, so wie das des Großen Konstantins und Justianos, würde in einem Fiasko nach Art von Syriza enden. Es müssen wieder Heilige in DER Stadt und der Heiligen Sofia einziehen und keine gotteslästernden Griechen, keine Mütter, die mit ihren Abtreibungen Millionen Menschen getötet haben, keine nicht reumütigen Homosexuellen, keine untreue Ehegatten, keine  Anbeter der zwölf griechischen Götter und keine Anhänger der goldenen Morgendämmerung. Nur in dem Moment der Reue wird das <Ersehnte> des Heiligen Kosmas und des Heiligen Paisios in Erfüllung gehen. Und die <Eroberung> wird dann ohne jegliches Blutvergießen sein. Die Heiligen aber, die DIE Stadt wieder einnehmen, werden nicht unbedingt Neugriechen sein, sondern sie können durchaus auch orthodox getaufte Türken sein, also Römer. Gott schaut bei einer menschlichen Person nicht auf die Abstammung, weder lässt er sich täuschen, noch lässt er sich bestechen.